Menschenbild

Empowern heißt eine höher Vision von jemandem zu haben und Möglichkeiten zu sehen , die derjenige selber noch nicht für sich sieht.

Ich sehe in fast jeder Person mehr als sie wirklich ist.

Warum? Weil ich von einem anderen Menschenbidl überzeugt bin als es uns in unserer Gesellschaft gelehrt wird.

 

Menschenbild unserer Gesellschaft:
Menschen sind handeln grundsätzlich egoistisch und tun alles für sich (und ihre Familie), um zu überleben (und zwar möglichst gut). Alle Anderen sind nachrangig. Wenn man nicht auf sie aufpasst werden sie auch schnell gefährlich. Dabei sind Menschen (vor allem im Arbeitsleben) grundsätzlich faul und müssen motiviert werden. Sie brauchen Kontrolle und viele sind auch nicht Kreativ. Menschen mögen tendentiell auch keine Weiterentwicklung und wollen, wenn es einmal angenehm ist, nichts mehr verändern.

Mein Menschenbild:
Menschen sind von sich aus natürlich motiviert, begeisterungsfähig und kreativ und wollen sich ständig weiterentwickeln.
Sie leisten geren einen Beitrag für Andere und setzen sich für Andere ein. Dabei sind sie auch in der Lage ihre eigenen Interessen zurückzustellen. Menschen wollen an eine Gruppe koppeln und in dieser einen Betrag leisten.
Menschen sind eigentlich wie kleine Kinder.
Natürlich ist der Mensch auch egoistisch und das ist auch notwendig zum überleben, allerdings kann er jederzeit frei wählen, wie er neben seinem Egoismus zu anderen steht.

Wie komme ich darauf?
Oder bin ich naiv, was vielleicht einige nun denken.
Mein Menschenbild kommt aus den Beobachtungen und Reflektionen meiner eigenen Lebenserfahrungen und den Erfahrungen der Menschheitsgeschichte. Beide habe ich Jahrzentelang immer wieder hinterfragt und überlegt, was wohl wirklich dahinter steckt und was vor allem gut für eine Welt in der alle Menschen erfolgreich erfüllt sind und friedlich in Koexistenz und Wertschätzung mit allen Lebewesen lebenkönnen:
Hier einige wichtige für jeden nachvollziebare Begründungen:

  • Märtyrer sterben für andere Menschen
  • Eltern tun in der Regel alles für Ihre Kinder, auch wenn sie es selber gar nicht tun möchten
  • etliche Arbeitnehmer und Arbeitgeber (leider viel zu wenige) schauen nicht nur auf Ihren Vorteil sondern haben immer das Wohl der Anderen und der Gruppe im Sinn. Sie sind auch immer wieder bereit dafür persölich zurückzustehen oder sich gar aufzuopfern.

Warum ist der Mensch nun normal geworden und nicht mehr natürlich?
Schon ab der Geburt (und wahrscheinlich sogar noch davor) nehmen wir unsere Umgebung wahr und werden von Ihr geprägt. Wir erfahren Freude und Schmerzen und fühlen uns schlecht oder gut. Daraus ziehen wir Schlußfolgerungen für unser zukünfitges Verhalten, da wir uns prinzipiell gut fühlen wollen. Diese Schlußfolgerungen werden mit der Zeit zu Meinungen und Standpunkten bis sie sich so oft wiederholt und bestätigt haben, dass sie unsere innerste Überzeugungen geworden sind. Diese sind uns oft nicht mehr bewusst, denn sie sind so etwas wie unsere persönliche Wahrheit nach der wir dann handeln, denn wir wollen immer Recht haben über unsere Überzeugungen.
Das alles lernen wir von der Gesellschaft insbesonderer von unseren Eltern, Familie, Lehrern und Freunden was richtig und falsch ist und was wahr oder unwahr.
Wir Übernehmen also erst einmal etliche Innersten Überezugungen und wahrheiten unserer Eltern.
Nur woher wissen diese denn was richtig und wahr ist? Ganz einfach: von Ihren Eltern.  Usw. usw.
So prägt die Gesellschaft die Menschen.

Es wurde uns nur eins nicht wirklich beigebracht:
Es scheint im Laufe der letzten Jahrtausende in Vergessenheit geraten zu sein, dass wir zwar diese Überzeugungen unserer Gesellschaft annehmen sollen, aber nicht notwendigerweise beibehalten sollen.
Und hierfür ist leider unser Glaube verantwortlich und mit ihm die Religionen:
Wenn ich tief gläubig einfach das übenehme was die anderen mir als Kind und Jugendliche beibringen und es wiederum weitergebe.Dabei sind wir alle dazu aufgerufen alle Dinge für uns selber zu entscheiden und nicht von anderen entscheiden zu lassen ohne, dass wir die Hintergründe selber reflektiert haben.
Das bedeutet dass wir zwar die Überzeugungen und Glaubenssätze erst einmal annehmen sollen, sie dann aber mit unseren persönlichen Erfahrungen und Emotionen kritisch überprüfen. Erst, wenn wir diesen Überzeugungen tief in unserem Inneren zustimmen sollten wir sie auch für uns übernehmen.
Es wird von uns erwartet, dass wir funktionieren und nicht dass wir kritsich hinterfragen.

Leider sehen wir in der gesamten Menscheitsgeschichte und auch im Moment wieder wohin es führt, wenn dem Glauben von Menschen und Institutionen blind gefolgt wird.
Wenn alle eine kritische Distanz zu den Glaubenssätzen und Überzeugungen hätten und beibehalten würden, dann hätten wir das Paradies wieder auf Erden.
die großen Weltreligionen Christentum, Islam, Hinduismus und ihre Ableger werden seit langem leider so gelehrt als ein Muß und nicht als eine gute Möglichkeit, die man annehmen kann, wenn man sie auch für sich selber passend findet.

Aber wir wollen diese kritische Distanz auch meist gar nicht, weil es uns unser wichtigstes Gut kosten würde!
Nämlich “Recht haben wollen”.
Denn nur wenn wir bereit sind auch einmal Unrecht über eine Sache zu haben oder das recht des Anderen anerkennen würden, können wir unsere Überzeugungen und Glaubenssätze gegebenenfalls ändern.

Natürlich darf, soll und muß jeder auch seine Meinungen, Standpunkt eund Überzeugungen haben, aber es ist vollkommen unangemessen darüber recht haben zu wollen.
Kann man wirklich nicht mit dem Anderen übereinkommen, dann gilt es dennoch die Meinung des anderen zu respektieren und sich gegebenenfalls auch von diesem abzugrenzen.
Nur in besonderen existenzbedrohenden Krisensituationen ist dann aus Leibe zu den Mitmenschen eventuell eine heftige Auseinandersetzung bis hin zum Krieg erforderlich und akzeptabel.